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Händler-Einblicke

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Ist eine Proforma-Rechnung in dein Postfach geflattert und du weißt nicht, was zu tun ist? Die Proforma-Invoice ist eine besondere Rechnung, die bei bestimmten Sendungen in und aus Nicht-EU-Ländern beiliegt.
In diesem Artikel erkläre ich dir genau, worum es sich bei der Proforma-Rechnung handelt, wie sie sich von anderen Rechnungen unterscheidet, wann Unternehmen mit dieser in Berührung kommen und wie du eine rechtssichere Proforma-Rechnung ausstellst.
Alle Informationen auf einen Blick:
Bei einer Proforma-Rechnung, oder Pro-Forma-Invoice, handelt es sich um eine besondere Rechnungsform, die einen Warenwert aufzeigt, der nicht vom Empfänger bezahlt werden muss. Aber warum eine Rechnung ausstellen, wenn man keine Zahlung erwartet?
Die Proforma-Rechnung findet vor allem in diesen zwei Szenarien Anwendung:
Die Proforma-Rechnung wird „pro forma“, also der Form halber, ausgestellt und dient vor allem als Informations- und Wertnachweis. Sie ist keine reguläre Handelsrechnung und begründet selbst keinen Zahlungsanspruch. Bei vereinbarter Vorkasse kann sie jedoch als Grundlage für die Vorauszahlung verwendet werden.
Die Proforma-Rechnung ist klar von anderen Rechnungen zu trennen, weil sie NICHT zur Zahlung auffordert und nur in spezifischen Szenarien, etwa dem Zoll, eingesetzt wird.
Doch auch in anderen Aspekten unterscheidet sie sich von normalen Rechnungen:
Bei Proforma-Rechnungen solltest du ebenso wie bei herkömmlichen Rechnungen auf eine saubere Ausstellung achten, damit sie etwa beim Zoll keine Probleme bereiten.
Diese Pflichtangaben, solltest du bei der Proforma-Invoice nicht vergessen:
Nun zu den Angaben, die für den Zoll besonders wichtig sind:
So weit, so gut. Damit beim Versand deiner Proforma-Rechnung auch wirklich nichts schiefgeht, habe ich die wichtigsten Schritte der Ausstellung noch einmal zusammengefasst:
Folge diesen Schritten, um eine rechtssichere Proforma-Invoice zu erstellen:
Beginne die Rechnungsstellung, indem du gleich zu Beginn klar kennzeichnet, dass es sich um eine Proforma-Rechnung handelt.
Mögliche Vermerke für Proforma-Rechnungen sind:
Damit hast du deine Proforma-Invoice bereits ausreichend gekennzeichnet und eine valide Begründung geliefert.
Trage anschließend alle für deine Proforma-Rechnung erforderlichen Angaben ein. Dazu gehören insbesondere Absender und Empfänger, Warenbeschreibung, Warenmenge, Warenwert und Währung sowie – je nach Versand – Zolltarifnummer, Ursprungsland und Lieferbedingungen.
Achtung: Gib den Warenwert immer möglichst genau an. Schöpft der Zoll Verdacht, dass der Warenwert nicht zutrifft, drohen Verzögerungen und Strafen. Beachte auch, dass du bei über 1.000 EUR Warenwert eine elektronische Ausfuhranmeldung benötigst.
Prüfe vor dem Versand, ob alle erforderlichen Angaben enthalten und für den Zoll eindeutig verständlich sind. Ob du die Proforma-Rechnung unterschreiben oder mit einem Firmenstempel versehen musst, hängt von den Vorgaben des jeweiligen Bestimmungslandes ab. Prüfe deshalb vorab die entsprechenden Einfuhrbestimmungen.
In der Praxis werden Proforma-Rechnungen bei Warensendungen in Drittländer häufig in drei Ausfertigungen beigelegt – beispielsweise für Exportzoll, Importzoll und Empfänger. Je nach Bestimmungsland können jedoch mehr oder weniger Exemplare erforderlich sein. Prüfe deshalb vor dem Versand kurz die Einfuhrbestimmungen des Ziellandes.
Prüfe, ob alle Angaben auf der Rechnung – Warenbeschreibung, Menge und Gewicht – mit der Sendung übereinstimmen, und ob beim Export deiner Ware Genehmigungspflichten, Beschränkungen oder Sanktionen greifen, um Probleme bei der Sendung zu vermeiden.
Unternehmen kommen vor allem beim internationalen Warenverkehr mit Proforma-Rechnungen in Kontakt. Typische Anwendungsfälle sind kostenlose Mustersendungen, vorübergehende Ausfuhren oder andere Sendungen, bei denen keine reguläre Handelsrechnung vorliegt.
Typische Anwendungsfälle für Proformarechnungen sind:
Proforma-Rechnungen sind nur eine von vielen Aufgaben, die im Geschäftsalltag anfallen. Mit einem modernen Kassensystem kannst du dir zumindest rund ums Kassieren viele Abläufe erleichtern und mehr Zeit für dein eigentliches Geschäft schaffen.
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Ja, eine Proforma-Rechnung ist rechtsgültig. Allerdings kommt es darauf an, welche Rechtsgültigkeit gefragt ist. Eine Proforma-Invoice ist ein verbindliches Angebot und wird beim Zoll, der unternehmerischen Buchhaltung und bei Banken gefordert.
Allerdings enthält eine Proformarechnung keine rechtsgültige Zahlungsaufforderung – auch dann nicht, wenn sie Bankdetails für eine Anzahlung nennt.
Eine reguläre Rechnung dokumentiert eine tatsächlich erbrachte Lieferung oder Leistung und dient als Grundlage für die Zahlung und Buchhaltung. Eine Proforma-Rechnung ist dagegen keine reguläre Handelsrechnung und begründet selbst keinen Zahlungsanspruch. Sie wird beispielsweise bei bestimmten Warensendungen in Drittländer oder als Grundlage für eine vereinbarte Vorauszahlung verwendet.
Typische Anwendungsfälle für eine Proforma-Rechnung sind 1) Warensendungen in Nicht-EU-Länder, bei denen keine reguläre Handelsrechnung vorliegt, z. B. kostenlose Muster, Ersatzlieferungen oder Reparatursendungen, und 2) vereinbarte Vorauszahlungen, bei denen die Proforma-Rechnung als Grundlage für die Zahlung dienen kann.
Eine Proforma-Rechnung wird häufig für Zollzwecke erstellt. Sie weist den Warenwert einer Sendung aus, auch wenn die Ware nicht verkauft wird, z. B. bei kostenlosen Mustern, Ersatzlieferungen oder Reparatursendungen. Außerdem kann sie als Grundlage für eine vereinbarte Vorauszahlung dienen.
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