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Hey, ich bin Alina von Flatpay. Viele Unternehmer merken erst dann, wie wichtig Liquidität ist, wenn eine größere Rechnung fällig wird oder eine Zahlung später als erwartet eingeht. Dabei entscheidet eine gesunde Liquidität oft darüber, wie flexibel und handlungsfähig ein Unternehmen im Alltag bleibt.

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Alle Informationen auf einen Blick:
Die Liquidität zeigt die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens auf, indem sie im Umlaufvermögen enthaltene Mittel mit kurzfristigen Verbindlichkeiten ins Verhältnis stellt.
Einfach erklärt, handelt es sich bei der Liquidität eines Unternehmens um die Fähigkeit, seinen Zahlungsverpflichtungen (Verbindlichkeiten) nachzukommen.
Ist die Liquidität zu niedrig, drohen Zahlungsengpässe und im schlimmsten Fall die Insolvenz. Ist die Liquidität dagegen dauerhaft zu hoch, bleibt Potenzial auf der Strecke.
Achtung: Die Liquidität eines Unternehmens ist nicht das Gleiche wie die Marktliquidität oder die Bankliquidität. In diesem Artikel werde ich die Unternehmensliquidität behandeln.
Während Cashflow den Nettozufluss an liquiden Mitteln beschreibt, dreht sich Liquidität um die Zahlungsfähigkeit. Auch bei hohem Cashflow kann die Liquidität eines Unternehmens gefährdet sein. Das kann zum Beispiel passieren, wenn viele Kunden ihre Rechnungen noch nicht bezahlt haben. Auf dem Papier erzielt das Unternehmen zwar Einnahmen, tatsächlich steht das Geld aber noch nicht zur Verfügung, um laufende Rechnungen zu begleichen.
Der Gewinn beschreibt den Überschuss der Einnahmen gegenüber den Ausgaben, sagt aber nichts darüber aus, ob dieser Überschuss für die Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten ausreicht. Genau das zeigt die Liquidität eines Unternehmens.
Warum reicht es aber nicht aus, einfach die Gewinne eines Unternehmens oder den Cashflow zu berechnen? Weil diese Kennzahlen nicht zeigen, ob ein Unternehmen tatsächlich genügend liquide Mittel hat, um seine kurzfristigen Verbindlichkeiten zu begleichen.
Ein Unternehmen, das Gewinne erzielt und einen hohen Cashflow hat, kann in finanzielle Engpässe geraten, auf zusätzliche Kredite angewiesen sein und sogar insolvent gehen, wenn es nicht ausreichend liquide Mittel zur richtigen Zeit zur Verfügung hat. Das kann beispielsweise passieren, wenn viele Kunden ihre Rechnungen erst verspätet bezahlen, während Gehälter, Miete und Lieferantenrechnungen bereits fällig sind.
Liquidität verhindert Insolvenz. Eine hohe Liquidität schafft finanzielle Stabilität im täglichen Betrieb, Spielraum in Zeiten finanzieller Unsicherheiten und die nötige Flexibilität, um auf Chancen zu reagieren, die sich kurzfristig am Markt ergeben.
Um zu verstehen, wie es um die Liquidität deines Unternehmens steht, kannst du sogenannte Liquiditätsgrade berechnen.
Es gibt drei Liquiditätsgrade, die mit steigender Genauigkeit die Liquidität eines Unternehmens aufdecken:
Am einfachsten ist die Berechnung der Liquidität eines Unternehmens mittels der oben beschriebenen Liquiditätsgrade.
Anhand eines vereinfachten Beispiels erkläre ich dir, wie du die Liquidität deines Geschäftes berechnen kannst:
Nehmen wir einmal an, du führst einen Kiosk. In deiner Kiosk-Kasse befinden sich derzeit 1.350 EUR. Außerdem liegen knapp 5.000 EUR auf deinem Geschäftskonto.
Ein Blick in dein E-Mail-Postfach zeigt dir, dass du eine offene Rechnung deines Getränkelieferanten über 2.500 EUR hast. Außerdem weißt du, dass die Miete bis Ende der Woche fällig wird. Diese liegt bei 1.500 EUR pro Monat.
Für die Berechnung der Liquidität wendest du folgende Formel an:
Liquidität 1. Grades = Liquide Mittel / Kurzfristige Verbindlichkeiten x 100%
Deine liquiden Mittel sind der Barbestand in der Kasse und das Guthaben auf deinem Geschäftskonto. Deine kurzfristigen Verbindlichkeiten sind deine offene Rechnung und die Miete.
In der Praxis sieht die Ermittlung deiner Liquidität also wie folgt aus:
6.350 (EUR) / 4.000 (EUR) x 100% = 158,75%
Unser hypothetischer Kiosk hat eine extrem stabile Finanzlage. Seine Liquidität 1. Grades beträgt 158,75% und liegt damit weit über dem angepeilten Richtwert von 10% bis 30%.
Der Kioskbesitzer darf sich darüber freuen. Er kann seine Rechnung und seine Miete bezahlen und hat sogar noch eine Menge über. Er sollte sich aber auch überlegen, ob er das übrige Geld nicht reinvestieren sollte. Warum, erfährst du im Anschluss.
Übrigens: Bei diesem einfachen Beispiel reicht es für den Kioskbesitzer völlig aus, seine Liquidität 1. Grades zu berechnen.
In der Praxis musst du aber auch prüfen, in welchem Umfang kurzfristige Forderungen, Wertpapiere oder Vorräte in deinem Unternehmen vorhanden sind und bei Bedarf auf die Berechnung der Liquidität 2. oder 3. Grades umsteigen.
Ohne aktives Liquiditätsmanagement laufen Unternehmen Gefahr, dass ihre Liquidität zu niedrig wird.
Je niedriger die Liquidität des Unternehmens, desto schwieriger fällt es ihm, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten zu erfüllen.
Das kann bedeuten, dass das Unternehmen bei Lieferanten um Zahlungsaufschub bitten muss oder einen kostspieligen Dispokredit aufnimmt. In schwerwiegenden Fällen kann es aber auch zu einem Zahlungsausfall oder sogar einer Insolvenz des Unternehmens führen.
Das sollte aber nicht zu dem Fehlschluss verleiten, dass es Unternehmen einfach versuchen sollte, so liquide wie möglich zu sein.
Klar ist, bei einer sehr hohen Liquidität hast du keine Probleme dabei, deine Rechnungen oder Darlehen zu bezahlen. Dennoch leidet dein Unternehmen mittel- und langfristig darunter, wenn zu viele liquide Mittel ungenutzt herumliegen.
Je höher die Liquidität des Unternehmens, desto niedriger die Kapitalbindung. Investiert ein Unternehmen nicht in Wachstum, verliert es langfristig an Wert.
Merke: Die goldene Mitte des Liquiditätsmanagements liegt darin, genügend liquide Mittel für kurzfristige Verbindlichkeiten zu reservieren, aber gleichzeitig Kapital zu binden, um das Wachstum des Unternehmens zu fördern.
Hast du deine Liquidität berechnet und festgestellt, dass sie unter dem Zielwert liegt? Oder hast du schon jetzt Probleme dabei, deine Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen?
Dann solltest du dir diese Tipps zur Verbesserung der Liquidität deines Unternehmens zu Herzen nehmen:
Verlängere Zahlungsziele. Handle längere Zahlungsfristen bei Lieferanten aus. So vermeidest du empfindliche Mahngebühren und Zahlungsausfälle.
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Liquidität ist nicht nur eine weitere Kennzahl in einem Buchhaltungsprogramm. Sie findet in deinem täglichen Betrieb statt.
Möchtest du deine Liquidität sichern, musst du deshalb direkt in deinem Geschäft ansetzen – mit einem Kassensystem, das deine Liquidität mit dir sichert.
Unsere All-in-One-Kassensysteme helfen dir in Echtzeit zu verstehen, wie es um deine Liquidität steht. Sie bilden alle deine Verkäufe auf einem digitalen Dashboard ab und generieren Kassenberichte auf Knopfdruck.
Dazu tracken sie deinen Warenbestand im Hintergrund. Geht ein Bestand zur Neige, meldet sich das Kassensystem bei dir und du kannst gezielt nachbestellen, was wirklich gebraucht wird. So bindest du nicht unnötig Kapital mit Waren, die noch gar nicht gebraucht werden.
Deine Umsätze überweisen wir übrigens täglich – ja, täglich – auf dein Geschäftskonto. So musst du dich bei offenen Rechnungen nicht um Fristverlängerungen bemühen, weil deine Umsätze erst zum Monatsende ausgezahlt werden können.
Unter Liquidität versteht man die Fähigkeit eines Unternehmens, seine kurzfristigen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Sprich: Liquidität ist das Geld, das ein Unternehmen tatsächlich nutzen kann, um seine Kosten zu decken.
Ein Unternehmen benötigt Liquidität für seine Stabilität. Zu wenig Liquidität führt zu Zahlungsschwierigkeiten. Zu viel Liquidität schadet dem Unternehmen mittel- und langfristig.
Eine hohe Liquidität bedeutet, dass ein Unternehmen auf viele liquide Mittel zugreifen kann, um seine kurzfristigen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Für Unternehmen ist es also wichtig, eine hohe Liquidität zu haben, um finanzielle Probleme zu vermeiden.
Die Liquidität sollte allerdings auch nicht zu hoch sein. Dann bleiben nämlich zu viele Mittel herum, die eigentlich in das Wachstum und damit in die Zukunft des Unternehmens investiert werden könnten. Außerdem verlieren diese Mittel durch Inflation an Wert.
Die Liquidität deines Unternehmens kannst du anhand der Liquiditätsgrade berechnen. Insgesamt gibt es drei Liquiditätsgrade, die unterschiedlich genau zeigen, wie es um die Liquidität deines Unternehmens steht.
Bei der Berechnung der Liquidität stellst du ausgewählte liquide Mittel mit deinen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Verhältnis. Das Ergebnis sollte sich an sogenannten Zielwerten orientieren. Liegt es deutlich darunter oder darüber, hast du Liquiditätsprobleme.
Bei der Liquiditätssicherung schützen Unternehmen ihre Liquidität davor, zu weit zu fallen oder zu steigen.
In erster Linie vermeiden Unternehmen damit, dass sich durch das Fehlen von liquiden Mitteln in Zahlungsengpässe geraten. Diese können zur Aufnahme teurer Kredite, Unterbrechungen im Betrieb und sogar einer Insolvenz führen.
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