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Hey, ich bin Alina von Flatpay. Viele verbinden den Gewerbeschein erstmal mit komplizierten Formularen und Behördengängen. In der Praxis ist die Beantragung aber oft deutlich einfacher, als man denkt.
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Alle Informationen auf einen Blick:
Der Gewerbeschein, auch Gewerbeanmeldungsschein genannt, ist ein behördliches Schreiben, das nach der Gewerbeanmeldung vom Gewerbeamt ausgestellt wird. Er bestätigt, dass dein Gewerbe offiziell angemeldet wurde.
Der Gewerbeschein ist eine Bestätigung der Gewerbeanzeige nach § 14 Gewerbeordnung (GewO).
Sobald du in Deutschland eine Tätigkeit aufnimmst, die Gewinne abwerfen soll, benötigst du diesen Gewerbeschein. Somit ist er für die meisten deutschen Unternehmen Pflicht. Um den Gewerbeschein zu erhalten, musst du bestimmte Anforderungen erfüllen und eine Gewerbeanmeldung (GewA 1) einreichen.
Ob digital oder in Papierform, der Gewerbeschein enthält alle wichtigen Informationen zu deinem neu gegründeten Unternehmen. Dazu gehören unter anderem:
Beachte, dass sich die genaue Gestaltung des Gewerbescheins je nach zuständigem Gewerbeamt unterscheiden kann.
Einen Gewerbeschein muss jede Person in Deutschland beantragen, die einer gewerblichen Tätigkeit nachgeht. Hast du die Absicht, mit einer Tätigkeit Gewinn zu erzielen, solltest du dich frühzeitig um deinen Gewerbeschein kümmern.
Einen Gewerbeschein musst du unabhängig von der angestrebten Rechtsform deines Unternehmens beantragen. Jede Personengesellschaft (z. B. Einzelunternehmen) und Kapitalgesellschaft (z. B. GmbH) benötigt einen Gewerbeschein – auch Kleinunternehmer.
In bestimmten Fällen ist kein Gewerbeschein nötig. Von der Beantragung eines Gewerbescheins ausgenommen sind vor allem Freiberufler nach §18 EStG.
Weitere Ausnahmen gelten für gewerbliche Tätigkeiten in der Urproduktion, also der Land- und Forstwirtschaft, und die Verwaltung des eigenen Vermögens. In diesen Fällen reicht meist die steuerliche Anmeldung beim Finanzamt aus.
Den Gewerbeschein beantragst du beim zuständigen Gewerbeamt. Für dich zuständig ist dabei immer das Gewerbeamt der Gemeinde bzw. der Stadt, in der dein Unternehmen seinen Sitz haben wird.
Die Beantragung erfolgt entweder direkt vor Ort beim Gewerbeamt oder online über die Webseite des Amtes. Bei der Beantragung vor Ort musst du die Gewerbeanmeldung in Papierform einreichen, bei der Online-Beantragung füllst du ein digitales Formular aus.
Bereite deinen Termin beim zuständigen Gewerbeamt gut vor, um nichts nachreichen zu müssen. Diese Unterlagen benötigst du in der Regel:
Unter bestimmten Umständen können auch die folgenden Unterlagen erforderlich sein:
Informiere dich am besten bei dem für dich zuständigen Gewerbeamt nach den benötigten Unterlagen. Die Vorgaben können sich je nach individuellem Fall unterscheiden.
Deinen Gewerbeschein erhältst du, indem du deine Gewerbeanmeldung (GewA 1) beim Gewerbeamt deiner Gemeinde bzw. Stadt einreichst.
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Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie die Beantragung eines Gewerbescheins funktioniert:
Informiere dich beim Gewerbeamt deiner Gemeinde oder Stadt über die Anmeldung und die benötigten Unterlagen. Dort erhältst du auch das Formular zur Gewerbeanmeldung oder einen Link zum Online-Antrag.
Fülle das Formular zur Gewerbeanmeldung (GewA) vollständig und wahrheitsgemäß aus. Je nach Gewerbeamt kannst du das Formular online oder in Papierform einreichen.
Reiche das ausgefüllte Formular zur Gewerbeanmeldung, dein Ausweisdokument und weitere Unterlagen, wenn gefordert, beim Gewerbeamt ein.
Bei der Vorlage deiner Unterlagen musst du außerdem eine Bearbeitungsgebühr bezahlen. Die genaue Höhe erfährst du beim zuständigen Gewerbeamt.
Das Gewerbeamt prüft deine Gewerbeanmeldung. Wenn es keine Vorbehalte gibt, stellt es deinen Gewerbeschein aus und schickt ihn dir zu.
Bei der Beantragung des Gewerbescheins fallen Bearbeitungsgebühren seitens des Gewerbeamtes an. Diese beginnen i. d. R. bei 10 EUR, können aber je nach Amt und benötigten Unterlagen auf 60 EUR und mehr steigen.
Außerdem kann es sein, dass du zusätzlich noch Unterlagen besorgen musst, für die ebenfalls eine Bearbeitungsgebühr anfällt. Auch hier ist es am besten, wenn du dich direkt bei deinem zuständigen Amt nach den Kosten erkundigst.
Hat dir das Gewerbeamt einen Gewerbeschein ausgestellt, ist dieser grundsätzlich dauerhaft gültig. Du musst ihn also nicht regelmäßig erneuern.
Ändern sich allerdings Unternehmensdetails, ist in der Regel eine Gewerbeummeldung erforderlich. Verändert sich der Unternehmenssitz, musst du ebenfalls eine Gewerbeummeldung durchführen, bei der ein neuer Gewerbeschein ausgestellt wird.Gibst du dein Gewerbe auf, musst du das dem Gewerbeamt ebenfalls melden.
Hast du deinen Gewerbeschein per Post oder digital erhalten, ist dein Gewerbe offiziell gemeldet. Bewahre dein Dokument sorgfältig auf und fertige eine digitale Kopie an.
Zur ordnungsgemäßen Anmeldung deines Unternehmens musst du allerdings noch die folgenden Dinge tun:
Neben dem Gewerbeamt musst du dich auch beim Finanzamt melden. Fülle dafür den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auf dem ELSTER-Portal aus.
Mit der Gewerbeanmeldung wirst du automatisch Mitglied der IHK. Diese meldet sich selbstständig bei dir. Fülle den Erfassungsbogen der IHK aus und sende diesen zurück.
Zusätzlich musst du Mitglied der gesetzlichen Unfallversicherung deiner Berufsgenossenschaft werden. Beschäftigst du Angestellte, müssen diese dort gesetzlich versichert werden.
Beschäftigst du Angestellte, musst du weitere Meldungen bei Behörden vornehmen.
Je nach individueller Lage können auch noch andere Schritte nötig sein. Darüber klärt dich dein Gewerbeamt auf.
Noch Fragen zur Gewerbeanmeldung? In einem separaten Ratgeber habe ich bereits Schritt für Schritt erklärt, wie du ein Gewerbe anmeldest.
Mit der Gründung eines Gewerbes kommen einige neue Pflichten auf dich zu.. Eine der wichtigsten davon ist die Buchführung.
Je nach Rechtsform bist du entweder zur einfachen oder sogar zur doppelten Buchführung verpflichtet.
Bei der Buchführung solltest du stets sorgfältig arbeiten. Unordentliche Unterlagen sorgen für Chaos bei der Steuererklärung und können im schlimmsten Fall zu Strafen führen.. Zum Glück gibt es digitale Lösungen, die dir dabei helfen.
Unser All-in-One-Kassensystem zeichnet alle deine Transaktionen in Echtzeit auf, generiert Berichte, die du für die Steuererklärung brauchst und leitet diese automatisch an deine Buchhaltungssoftware weiter.
Gleichzeitig kannst du mit Flatpay bares Geld sparen. Überzeuge dich einfach selbst und berechne deine möglichen Ersparnisse mit unserem Kassensystem.
Ein Gewerbeschein ist ein amtliches Schreiben, das du erhältst, nachdem dein Gewerbe angemeldet wurde.
Der Gewerbeschein enthält die folgenden Informationen: Persönliche Informationen des Gewerbeinhabers, vollständige Anschrift des Unternehmens, detaillierte Beschreibung der gewerblichen Tätigkeit, Akten- oder Registriernummer des Gewerbeamtes, Ausstellungsdatum des Gewerbescheins sowie Siegel und Unterschrift des Gewerbeamtes.
Bei der Beantragung des Gewerbescheins erhebt das Gewerbeamt eine Bearbeitungsgebühr. Diese Bearbeitungsgebühr kann je nach zuständigem Gewerbeamt unterschiedlich hoch ausfallen und liegt in der Regel zwischen 10 EUR und 60 EUR. Benötigst du zusätzliche Unterlagen, können für diese weitere Gebühren anfallen.
Bei der Gründung deines Gewerbes schickt dir das Gewerbeamt den Gewerbeschein entweder per Post oder in elektronischer Form zu. Den Gewerbeschein in Papierform solltest du ordentlich aufbewahren, sodass du bei Bedarf schnell darauf zugreifen kannst.. Alternativ kannst du bei deinem zuständigen Amt einen Gewerberegisterauszug anfordern.
Nein, nicht ganz. Die Gewerbeanmeldung beschreibt den gesamten Prozess der Gewerbegründung. Der Gewerbeschein ist das Schreiben, das du vom Gewerbeamt erhältst, wenn es der Gründung deines Gewerbes zugestimmt hat.
Du benötigst einen Gewerbeschein, um in Deutschland einer gewerblichen Tätigkeit nachzugehen. Führst du also eine Tätigkeit mit der Absicht aus, einen Gewinn zu erzielen, benötigst du dafür einen Gewerbeschein.
Mit der Gewerbeanmeldung gehen neue Rechte und Pflichten einher. So kannst du z. B. Betriebsausgaben von der Steuer absetzen, bist aber auch dazu verpflichtet, verschiedene steuerliche und rechtliche Vorgaben einzuhalten und unter Umständen Gewerbesteuer zu zahlen.
Um deinen Gewerbeschein zu erhalten, musst du die Gewerbeanmeldung (GewA 1) ausfüllen, diese beim zuständigen Gewerbeamt einreichen und die Bearbeitungsgebühr bezahlen.
Hast du das getan, prüft das Gewerbeamt deine Angaben und entscheidet, ob alle Voraussetzungen zur Anmeldung des Gewerbes erfüllt sind. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, stellt es den Gewerbeschein aus und sendet ihn dir zu.
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