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Hey, ich bin Alina von Flatpay. Spätestens bei der ersten Steuererklärung stolpern viele Selbstständige irgendwann über die Gewerbesteuer. Gerade am Anfang wirkt das Thema oft komplizierter, als es eigentlich ist.

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Alle Informationen auf einen Blick:
Die Gewerbesteuer (kurz: GewSt.) ist eine sogenannte Gemeindesteuer, die in Deutschland von den Gemeinden auf den Gewinn von Unternehmen, dem Gewerbeertrag, erhoben wird. Die Höhe der Gewerbesteuer hängt dabei von der jeweiligen Gemeinde ab.
Bist du in Deutschland gewerblich tätig, musst du mit großer Wahrscheinlichkeit die Gewerbesteuer an deine Gemeinde bzw. Stadt entrichten.
Denn: Grundsätzlich ist jeder Gewerbebetrieb in Deutschland gewerbesteuerpflichtig.
Allerdings gibt es auch Ausnahmen von der Gewerbesteuer. Bist du gewerbesteuerpflichtig, musst du mindestens einmal im Jahr eine sogenannte Gewerbesteuererklärung abgeben.
Die rechtliche Grundlage für die Gewerbesteuer (GewSt) findest du im gleichnamigen Gewerbesteuergesetz (GewStG), das bereits seit dem Jahr 1936 existiert.
Weitere Bestimmungen findest du unter anderem in der Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung und den von den Gemeinden festgelegten Hebesätzen. Das sind die wichtigsten rechtlichen Grundlagen:
Die Gewerbesteuer schließt grundsätzlich alle Gewerbetreibenden in Deutschland ein. Besitzt du einen Gewerbeschein, bist du in der Regel auch gewerbesteuerpflichtig. Damit sind zunächst Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften betroffen.
Allerdings gibt es einige Ausnahmen von der Gewerbesteuer, auf die wir später noch eingehen. Und: Selbst wenn du gewerbesteuerpflichtig bist, musst du nicht immer Gewerbesteuer zahlen.
Betreibst du ein Gewerbe in Deutschland, musst du Gewerbesteuer zahlen, wenn…
Warum der Unterschied? Weil Kapitalgesellschaften den Lohn als Betriebsausgabe absetzen können, Einzel- und Personengesellschaften aber nicht. Mit anderen Worten: Mit den 24.500 EUR Freibetrag sollst du deinen eigenen Lohn bezahlen.
Wiederum von der Gewerbesteuer befreit bist du, wenn…
Bist du dir nicht sicher, ob du freiberuflich tätig bist?
§18 EStG legt genau fest, welche Berufe unter die Bezeichnung “Freiberufler” fallen. Demnach bist du freiberuflich tätig, wenn es sich bei deiner Tätigkeit um eine “selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit” handelt. Ist das nicht der Fall, bist du zumindest aus gesetzlicher Sicht nur ein Freelancer bzw. ein Einzelunternehmen.
Als Gemeindesteuer wird die Gewerbesteuer von der Gemeinde bzw. der Stadt, in der dein Unternehmen seinen Sitz hat, erhoben und auch eingenommen.
Damit unterscheidet sich die Gewerbesteuer grundsätzlich von anderen Steuerarten wie z. B. der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer, die an den Bund entrichtet werden. Deshalb wird die Gewerbesteuer auch in einer separaten Erklärung, der Gewerbesteuererklärung, ermittelt.
Wurde deine Gewerbesteuerlast erst einmal ermittelt, erhältst du den Gewerbesteuerbescheid von deiner Gemeinde. Auf diesem Bescheid findest du die Zahlungsinformationen der Gemeinde, an die du deine Steuer überweisen musst.
Übrigens: Laut Bundesfinanzministerium nahmen die Kommunen im Jahr 2023 rund 75,1 Mrd. Euro an Gewerbesteuer ein.
Die Höhe der Gewerbesteuer variiert in Deutschland von Gemeinde zu Gemeinde. Denn: Während der Bund einen Mindestsatz für die Gewerbesteuer festlegt, legt die jeweilige Gemeinde letztendlich selbst fest, wie hoch der Hebesatz ausfällt.
Der Mindestsatz für die Gewerbesteuer, die sogenannte Steuermesszahl, liegt derzeit bei 3,5 Prozent. Dieser Satz ist seit dem Jahr 2008 in §11 GewStG festgelegt.
Der Hebesatz wird anschließend von jeder Gemeinde individuell festgelegt und auf die Steuermesszahl angewendet. Dabei schlagen die Gemeinden mindestens 200 % auf die Steuermesszahl auf.
Daraus ergibt sich folgender Gewerbesteuersatz je Gemeinde:
3,5 % (Steuermesszahl) x Hebesatz / 100
Die durchschnittliche deutsche Gemeinde hat laut IHK einen Hebesatz von 438 %. Daraus würde sich ein Gewerbesteuersatz von 15,33 % ergeben.
Dieser Gewerbesteuersatz wird auf den Jahresgewinn deines Gewerbes angewendet. Dabei müssen außerdem der oben beschriebene Freibetrag sowie etwaige Kürzungen und Hinzurechnungen berücksichtigt werden.
Fragst du dich, wie hoch der Hebesatz deiner Gemeinde ist? Auf der interaktiven Karte “Hebesätze der Gemeinden” des gemeinsamen Statistikportals findest du die Hebesätze aller Gemeinden in Deutschland 2024.
Möchtest du die Gewerbesteuer für dein eigenes Geschäft berechnen? Folge dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, um herauszufinden, wie hoch deine Gewerbesteuer ausfällt:
Die Besteuerungsgrundlage für die Gewerbesteuer ist der Gewerbeertrag, sprich: dein Jahresgewinn. Berechne also als erstes deinen Jahresgewinn.
Prüfe, ob bei dir zusätzliche steuerliche Anpassungen berücksichtigt werden müssen und verrechne diese mit deinem Jahresgewinn. So erhältst du den endgültigen Gewerbeertrag für die Berechnung der Steuer.
Führst du eine Einzel- oder Personengesellschaft, gilt für dich ein Freibetrag von 24.500 Euro. Ziehe diesen von deinem Gewerbeertrag ab.
Informiere dich bei der Gemeinde, in der dein Unternehmen seinen Sitz hat, über den aktuellen Hebesatz. Diesen findest du auf deren Webseite oder dieser Karte.
Ermittle den Gewerbesteuersatz deiner Gemeinde mit der Formel aus dem letzten Abschnitt und multipliziere diesen mit deinem Gewerbeertrag nach den Abzügen.
Die Formel für die Berechnung deiner Gewerbesteuerlast sollte wie folgt aussehen:
3,5 % (Steuermesszahl) x Hebesatz / 100 x reduzierter Gewerbeertrag
Nehmen wir einmal an, dein Unternehmen, ein Einzelunternehmen, hat seinen Sitz nahe der bayerischen Landeshauptstadt München in der Gemeinde Unterhaching.
Du hast ein recht erfolgreiches Geschäftsjahr hinter dir und hast nach Berücksichtigung des Freibetrags von 24.500 EUR und einiger Hinzurechnungen und Kürzungen einen Gewerbeertrag nach den Abzügen von 18.450 EUR erzielt.
Um den Hebesatz deiner Gemeinde herauszufinden, schaust du ganz einfach auf der interaktiven Karte der Statistischen Ämter nach. Dort siehst du: Der Hebesatz für die Gewerbesteuer in Unterhaching beträgt aktuell 295 %.
Nun hast du alle Informationen, die du für die Berechnung der Steuerlast benötigst und kannst deine Gewerbesteuer berechnen:
3,5 % (Steuermesszahl) x 295 (Hebesatz) / 100 x 18.450 (EUR)
= 1.904,96 EUR
Nun kennst du deine Gewerbesteuerlast. Vergiss nicht, deine Gewerbesteuererklärung fristgerecht in elektronischer Form einzureichen, um deinen Gewerbesteuerbescheid zu erhalten und die Steuer fristgerecht zu bezahlen.
Kümmere dich nicht erst um die Gewerbesteuer, wenn die Frist für die Gewerbesteuererklärung naht. Die Gewerbesteuer berechnet sich anhand deines Gewerbeertrags und setzt damit voraus, dass du genau weißt, wie viel du eingenommen und ausgegeben hast.
Mit anderen Worten: Um bei der Gewerbesteuererklärung keine bösen Überraschungen zu erleben, musst du über das gesamte Geschäftsjahr den Überblick über deine Transaktionen behalten.
Unser Kassensystem von Flatpay unterstützt dich dabei, deine Einnahmen sauber zu dokumentieren – ohne zusätzlichen Aufwand für dich.
Unser POS-Kassensystem ist eine All-in-One-Lösung für dein Geschäft, die alle Transaktionen aufzeichnet und übersichtlich für deine Buchhaltung aufbereitet. So musst du sie nur noch an dein Buchhaltungssystem oder deine Steuerkanzlei weiterleiten.
Mit Flatpay musst du am Ende des Geschäftsjahres nicht mehr mühsam nach Belegen suchen und sparst nebenher noch bares Geld bei Kartentransaktionen.
Berechne deine möglichen Ersparnisse einfach selbst und finde heraus, warum sich Flatpay doppelt lohnt.
Die Gewerbesteuer ist eine Steuer, die deutsche Gewerbetreibende an ihre Gemeinde zahlen müssen, in der ihr Unternehmen ansässig ist. Als Gemeindesteuer wird sie von Kommune zu Kommune unterschiedlich geregelt, wobei der gesetzliche Rahmen bundesweit vorgegeben wird.
Hast du in einem Geschäftsjahr einen bereinigten Gewerbeertrag von 100.000 EUR erwirtschaftet, musst du diesen mit der Steuermesszahl und dem Hebesatz deiner Gemeinde verrechnen.
Einmal angenommen, dein Unternehmen hat seinen Sitz in Unterhaching, würde bei einem Gewinn von 100.000 Euro und einem Hebesatz von 295 % eine Gewerbesteuer in Höhe von 7.795,38 Euro anfallen.
In Deutschland ist jedes Unternehmen mit einem Gewerbeschein gewerbesteuerpflichtig. Darunter fallen Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften.
Ausgenommen von der Gewerbesteuer sind Freiberufler und Einzelunternehmen und Personengesellschaften, deren Jahresgewinn weniger als 24.500 EUR beträgt. Hast du als Kapitalgesellschaft keinen Gewinn erwirtschaftet, fällt ebenfalls keine Gewerbesteuer an.
Die Höhe deiner Gewerbesteuerlast hängt davon ab, in welcher Gemeinde dein Unternehmen ansässig ist und wie hoch dein Gewerbeertrag, also dein Jahresgewinn ist.
Zur Berechnung deiner Steuerlast wird dein Jahresgewinn mit der bundesweiten Steuermesszahl (3,5 %) und dem Hebesatz deiner Gemeinde (mindestens 200 %) multipliziert.
Der Gewerbesteuermessbetrag ist die Summe, die sich ergibt, wenn du deinen bereinigten Gewerbeertrag mit der Steuermesszahl von 3,5 % multiplizierst. Achtung: Das ist noch nicht deine endgültige Gewerbesteuerlast. Diesen Wert musst du noch mit dem Hebesatz deiner Gemeinde verrechnen.
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