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Was ist eine GmbH? Einfach erklärt

Hey, ich bin Alina von Flatpay. Spätestens wenn das eigene Geschäft wächst, stolpern viele Selbstständige irgendwann über dieselbe Frage: Sollte ich eigentlich eine GmbH gründen?

Alicia
·
June 4, 2026
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Zusammenfassen:

Alle Informationen auf einen Blick: 

  • Was ist eine GmbH? – Eine GmbH ist eine “Gesellschaft mit beschränkter Haftung”. Dabei handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft.  
  • Wer kann eine GmbH gründen? – Jede volljährige Person mit voller Geschäftsfähigkeit  mit einem Kapital von 25.000 EUR kann eine GmbH gründen. 
  • Für wen ist eine GmbH geeignet? – Eine GmbH ist für Startups und mittlere Unternehmen sinnvoll. Für Freiberufler empfehlen sich alternative Rechtsformen.
  • Was brauche ich für die Gründung? – Du benötigst Eigenkapital, einen Gesellschaftsvertrag, ein Geschäftskonto und einen Eintrag im Handelsregister. 

Was ist eine GmbH? Definition

Die Abkürzung GmbH steht für “Gesellschaft mit beschränkter Haftung”. Sie beschreibt eine in Deutschland gängige Rechtsform für Unternehmen. Die rechtliche Grundlage für die GmbH bildet das GmbH-Gesetz (GmbHG). 

Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist eine Kapitalgesellschaft. Die Gesellschafter haften mit dem Unternehmensvermögen, nicht mit dem persönlichen Vermögen. 

Als Kapitalgesellschaft kann eine GmbH von einem oder mehreren Gesellschaftern gegründet werden. Typisch für die GmbH sind  die Hinterlegung eines Stammkapitals von 25.000 EUR und die Beschränkung der Haftung auf das Gesellschaftsvermögen. 

Eine GmbH besteht aus einer Geschäftsführung, der Gesellschafterversammlung und, ab 500 Beschäftigten, einem Aufsichtsrat. Die GmbH selbst tritt als juristische Person auf, kann also Verträge selbst abschließen und vor Gericht erscheinen. 

Welche Arten von GmbHs gibt es?  

In Deutschland gibt es mehrere Variationen der klassischen GmbH. 

Aus rechtlicher Sicht gibt es zwar nur eine GmbH, im Volksmund kann man aber auch die folgenden Rechtsformen als GmbHs bezeichnen:

  • Klassische GmbH: Die klassische GmbH, wie im GmbH-Gesetz festgehalten. Das Mindeststammkapital für die Gründung einer GmbH beträgt 25.000 EUR. 
  • Ein-Personen-GmbH: Eine klassische GmbH mit nur einem Gesellschafter, der das Unternehmen alleine gründet. Besonderheit: Der Gesellschafter übernimmt die Geschäftsführung allein. 
  • Mini-GmbH: Die Mini-GmbH ist streng genommen keine GmbH, sondern eine haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG). Die Gründung ist bereits ab 1 EUR Stammkapital möglich.   
  • Gemeinnützige GmbH (gGmbH): Eine GmbH, die gemeinnützige Zwecke verfolgt. . Gewinne werden nicht an Gesellschafter ausgeschüttet. 
  • GmbH & Co. KG: Eine Mischform aus GmbH und Kommanditgesellschaft (KG). Die GmbH tritt als haftender Partner einer Personengesellschaft auf. 
  • GmbH & Co. KGaA: Eine Mischform aus GmbH und Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Die GmbH tritt auch hier als haftender Partner auf. 
  • Holding-GmbH: Eine Holding-GmbH ist eine Gesellschaft, die meist 100 % der Anteile einer zweiten GmbH hält. Dabei können steuerliche Vorteile entstehen.

Für wen eignet sich eine GmbH? 

Die Rechtsform der GmbH ist in Deutschland sehr beliebt. Aktuellen Listflix-Zahlen zufolge sind 79 % aller im Handelsregister eingetragenen Unternehmen GmbHs. Weitere 9,5 % entfallen auf die UG, die umgangssprachlich auch als Mini-GmbH bezeichnet wird. 

Die Gründung einer GmbH ist vor allem deshalb sinnvoll, weil sie das Eigenrisiko des Unternehmers auf das Unternehmenskapital beschränkt. Sein Privatvermögen bleibt dabei unangetastet – sofern er sich an seine gesetzlichen Pflichten hält. 

Damit ist sie vor allem bei Familienunternehmen und im weiteren Mittelstand beliebt. Außerdem bietet sie mehr Spielraum für wachsende Unternehmen und Startups, die größere Investitionen tätigen können, indem sie Beteiligungen für Investoren attraktiver macht. . 

Auch wenn jede volljährige Person eine GmbH gründen kann, ist dies weniger sinnvoll für Freiberufler und Unternehmer mit unregelmäßigen Einkünften. Wenn Gründer zu Anfang keine 25.000 EUR Eigenkapital aufbringen können, reicht bei der Gründung zunächst auch die Einzahlung von 12.500 EUR aus.

Kannst du das Stammkapital von 25.000 EUR nicht stemmen?
Dann solltest du in Betracht ziehen, eine UG zu gründen. Bei einer Unternehmergesellschaft (UG) musst du bei der Gründung keine 12.500 EUR bzw. 25.000 EUR aufbringen, sondern kannst bereits ab 1 EUR loslegen. Sobald dein Unternehmen läuft , kannst du mit der Zeit Rücklagen aufbauen. 

Vor- und Nachteile einer GmbH 

Wir wissen jetzt, dass der größte Vorteil  einer GmbH in der beschränkten Haftung liegt, die das Privatvermögen der Gesellschafter schützt. Aber das ist nicht der einzige Vorteil .

Dies sind die wichtigsten Vor- und Nachteile einer GmbH:

Vorteile (+) Nachteile (-)
+ Gründung durch einen oder mehrere Gesellschafter möglich - Langwieriger Gründungsprozess
+ Keine Haftung mit Privatkapital - Hohe Gründungskosten
+ Tritt als juristische Person auf - Hohes Stammkapital von 25.000 EUR
+ Steuerliche Vorteile gegenüber natürlichen Personen - Hoher Buchhaltungsaufwand
+ Faire Gewinnverteilung nach Geschäftsanteilen - Langwierige Auflösung und Liquidation
+ Viel Freiheit bei Gründung, Zweck und Verkauf

Voraussetzungen für die Gründung einer GmbH 

Hast du dich entschlossen, eine GmbH zu gründen? Herzlichen Glückwunsch! 

Bevor du dein Unternehmen in das Handelsregister einträgst, solltest du dir einen Überblick über alle Voraussetzungen für die Gründung einer GmbH verschaffen: 

  • Volle Geschäftsfähigkeit: Zur Gründung einer GmbH musst du voll geschäftsfähig sein, also mindestens 18 Jahre alt. 
  • Gesellschaftsvertrag: Für die Gründung einer GmbH ist ein Gesellschaftsvertrag Pflicht. Dieser muss notariell beglaubigt und durch alle Gesellschafter unterschrieben sein. Alternativ ist eine beglaubigte Vollmacht ausreichend. 
  • Kapital: Für die Gründung der GmbH müssen die Gesellschafter gemeinsam ein Stammkapital von mindestens 25.000 EUR einbringen. Zur Gründung selbst können sie erst einmal 12.500 EUR einzahlen und den restlichen Betrag später einzahlen. 
  • Geschäftskonto: Für die Gründung der GmbH müssen die Gesellschafter auch ein Geschäftskonto eröffnen. Hier wird das Stammkapital hinterlegt.
  • Eintrag in das Handelsregister: Jede neu gegründete GmbH muss in das Handelsregister eingetragen werden. Auch dieser Schritt erfolgt über ein Notariat. 

So funktioniert die Gründung einer GmbH: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Der Gang zum Notar, die Einzahlung des Eigenkapitals und die vielen auszufüllenden Formulare lassen die Gründung einer GmbH recht kompliziert wirken. 

Mit dem richtigen Vorgehen muss es aber nicht kompliziert sein. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du eine GmbH gründest: 

  1. Unternehmensstruktur bestimmen. 

Entscheide, wie hoch dein Stammkapital bei der Gründung sein soll. Das Stammkapital muss mindestens 25.000 EUR betragen. Für die Gründung reichen zunächst 12.500 EUR aus, der restliche Betrag kann später eingezahlt werden..  Bei mehreren Gesellschaftern müsst ihr bestimmen, wie die Geschäftsanteile verteilt werden 

  1. Gesellschaftsvertrag aufsetzen.

Formuliere einen Gesellschaftsvertrag und eine Satzung und lasse diese durch die Gesellschafter unterschreiben. Bei maximal drei Gesellschaftern reicht eine vorgefertigte Mustervorlage aus. Lasse den Vertrag notariell beglaubigen. 

  1. Geschäftskonto eröffnen. 

Bei einer GmbH müssen private und geschäftliche Einnahmen strikt getrennt werden. Deshalb ist die Eröffnung eines Geschäftskontos Pflicht. Hierauf musst du später auch das Stammkapital einzahlen.  

  1. Kapital auf das Geschäftskonto einzahlen. 

Zahle 25.000 EUR des Stammkapitals auf das Geschäftskonto ein. Jeder Gesellschafter trägt seinen Anteil bei und haftet grundsätzlich nur mit diesem Anteil.

. Alternativ kannst du erst einmal nur 12.500 EUR einzahlen und den Rest später später einzahlen.. 

  1. Im Handelsregister eintragen. 

Ist das Stammkapital auf dem Geschäftskonto hinterlegt, kann die GmbH offiziell gegründet werden. Dafür ist das Notariat zuständig. Dieses veranlasst unter Vorlage eines Zahlungsbelegs die Eintragung in das Handelsregister. 

  1. Ins Transparenzregister eintragen. 

Seit dem 1. August 2021 sind neu gegründete GmbHs außerdem dazu verpflichtet, sich im Transparenzregister einzutragen. Eingetragen werden die GmbH selbst und deren Gesellschafter mit mind. 25 % Anteilen bzw. Stimmrechten. 

  1. Gewerbe anmelden. 

Anschließend folgt die Gewerbeanmeldung.Fülle die Gewerbeanmeldung (GewA 1) aus und sende die nötigen Unterlagen an dein zuständiges Gewerbeamt. Bei einigen Gewerbeämtern ist die Anmeldung bereits online möglich. 

  1. Steuerliche Erfassung anmelden.  

Neben dem Gewerbeamt musst du dich auch beim Finanzamt anmelden. Fülle hierfür den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung aus und reiche ihn beim zuständigen Finanzamt ein. Das ist auch online über ELSTER möglich. 

  1. Bei der IHK anmelden. 

Mit der Gewerbeanmeldung wirst du automatisch Mitglied der IHK. Die IHK wird über deine Gewerbeanmeldung informiert und meldet sich per Post bei dir. Fülle anschließend den Erfassungsbogen der IHK, ein Stammdatenblatt, aus. 

  1. Gesetzliche Unfallversicherung abschließen. 

Zu guter Letzt musst du Mitglied einer gesetzlichen Unfallversicherung der zuständigen Berufsgenossenschaft sein. Im Gegensatz zu Angestellten sind Geschäftsführer nicht automatisch gesetzlich unfallversichert.

Buchhaltung und Steuern bei einer GmbH 

Bei einer GmbH gelten etwas komplexere Buchhaltungspflichten. Eine GmbH ist nämlich bilanzierungspflichtig, also zur doppelten Buchführung verpflichtet, und muss einen Jahresabschluss einreichen. 

Eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) reicht hier also nicht mehr aus. Stattdessen werden eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und eine Bilanz fällig.

Anstelle der Einkommensteuer wird bei einer GmbH die Körperschaftsteuer fällig. Diese beträgt 15 % des Jahresgewinns der GmbH.

Weitere Steuern, die bei GmbHs anfallen, sind die Gewerbesteuer, die Umsatzsteuer, der Solidaritätszuschlag und die Kapitalertragsteuer. Um bei den steuerlichen Pflichten nicht den Überblick zu verlieren, ist eine saubere Buchhaltung unerlässlich. 

Saubere Bücher für deine GmbH mit Flatpay

Um bei deiner neuen GmbH nichts anbrennen zu lassen, solltest du von Anfang an für eine ordentliche Buchführung sorgen.  

Führst du ein eigenes Geschäft, solltest du dafür schon bei deinem Kassiervorgang ansetzen. Mit einem modernen Kassensystem kassierst du deine Kunden innerhalb weniger Sekunden ab und erledigst die Buchhaltung ganz einfach im Hintergrund. 

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Gleichzeitig versprechen wir dir: keine bösen Überraschungen. Für dein Kassensystem zahlst du einmalig 1.999 € bzw. 2.999 € und maximal 1,79% pro Transaktion. Berechne am besten selbst, wie viel du mit unserem Kassensystem sparen kannst. 

Häufig gestellte Fragen (FAQ) 

Was passiert mit den 25.000€ bei einer GmbH?

Das Stammkapital von 25.000 EUR dient als Haftungssumme bei der Gründung einer GmbH. Dieses wird bei der Gründung auf das frisch eröffnete Geschäftskonto eingezahlt. Dieses Geld darf nach der Gründung im Betrieb verwendet werden, aber nicht einfach an die Gesellschafter ausgezahlt werden. 

Welche Vor- und Nachteile hat eine GmbH? 

Der größte Vorteil einer GmbH ist, dass die Gesellschafter nicht mit ihrem Privatvermögen haften, sondern lediglich mit dem Unternehmensvermögen. Gleichzeitig gibt die Rechtsform Unternehmern sehr viel Flexibilität bei der Unternehmensgestaltung und bei Investitionen. 

Einige Nachteile der GmbH sind das hohe Eigenkapital von 25.000 EUR, das bei der Gründung fällig wird, der langwierige Gründungsprozess und der hohe Verwaltungsaufwand.  

Wem gehört die GmbH? 

Die GmbH gehört grundsätzlich dem Gesellschafter bzw. den Gesellschaftern. Bei mehreren Gesellschaftern ist die Entscheidungsgewalt am Unternehmen von den Anteilen und den Stimmrechten abhängig. Das Vermögen gehört der GmbH selbst, da sie als juristische Person auftritt. 

Was ist GmbH kurz erklärt?

Eine GmbH ist eine “Gesellschaft mit beschränkter Haftung”. Dabei handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft. Im Gegensatz zu einer Personengesellschaft haften die Gesellschafter hier nur mit dem Unternehmensvermögen und nicht mit ihrem privaten Vermögen. Dafür hinterlegen sie bei der Gründung ein Startkapital von mindestens 25.000 EUR.  

Was kostet die Gründung einer GmbH?  

Bei der Gründung einer GmbH musst du ein Mindeststammkapital von 25.000 EUR aufbringen, das du auf dein eigenes Geschäftskonto einzahlst und später im Betrieb verwenden kannst. Für notarielle Urkunden, Behördengänge, Kontoeröffnungen usw. solltest du weitere 1.000 EUR bis 2.000 EUR einplanen. 

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