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Hey, ich bin Alina von Flatpay. Spätestens wenn das eigene Geschäft wächst, stolpern viele Selbstständige irgendwann über dieselbe Frage: Sollte ich eigentlich eine GmbH gründen?
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Alle Informationen auf einen Blick:
Die Abkürzung GmbH steht für “Gesellschaft mit beschränkter Haftung”. Sie beschreibt eine in Deutschland gängige Rechtsform für Unternehmen. Die rechtliche Grundlage für die GmbH bildet das GmbH-Gesetz (GmbHG).
Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist eine Kapitalgesellschaft. Die Gesellschafter haften mit dem Unternehmensvermögen, nicht mit dem persönlichen Vermögen.
Als Kapitalgesellschaft kann eine GmbH von einem oder mehreren Gesellschaftern gegründet werden. Typisch für die GmbH sind die Hinterlegung eines Stammkapitals von 25.000 EUR und die Beschränkung der Haftung auf das Gesellschaftsvermögen.
Eine GmbH besteht aus einer Geschäftsführung, der Gesellschafterversammlung und, ab 500 Beschäftigten, einem Aufsichtsrat. Die GmbH selbst tritt als juristische Person auf, kann also Verträge selbst abschließen und vor Gericht erscheinen.
In Deutschland gibt es mehrere Variationen der klassischen GmbH.
Aus rechtlicher Sicht gibt es zwar nur eine GmbH, im Volksmund kann man aber auch die folgenden Rechtsformen als GmbHs bezeichnen:
Die Rechtsform der GmbH ist in Deutschland sehr beliebt. Aktuellen Listflix-Zahlen zufolge sind 79 % aller im Handelsregister eingetragenen Unternehmen GmbHs. Weitere 9,5 % entfallen auf die UG, die umgangssprachlich auch als Mini-GmbH bezeichnet wird.
Die Gründung einer GmbH ist vor allem deshalb sinnvoll, weil sie das Eigenrisiko des Unternehmers auf das Unternehmenskapital beschränkt. Sein Privatvermögen bleibt dabei unangetastet – sofern er sich an seine gesetzlichen Pflichten hält.
Damit ist sie vor allem bei Familienunternehmen und im weiteren Mittelstand beliebt. Außerdem bietet sie mehr Spielraum für wachsende Unternehmen und Startups, die größere Investitionen tätigen können, indem sie Beteiligungen für Investoren attraktiver macht. .
Auch wenn jede volljährige Person eine GmbH gründen kann, ist dies weniger sinnvoll für Freiberufler und Unternehmer mit unregelmäßigen Einkünften. Wenn Gründer zu Anfang keine 25.000 EUR Eigenkapital aufbringen können, reicht bei der Gründung zunächst auch die Einzahlung von 12.500 EUR aus.
Kannst du das Stammkapital von 25.000 EUR nicht stemmen?
Dann solltest du in Betracht ziehen, eine UG zu gründen. Bei einer Unternehmergesellschaft (UG) musst du bei der Gründung keine 12.500 EUR bzw. 25.000 EUR aufbringen, sondern kannst bereits ab 1 EUR loslegen. Sobald dein Unternehmen läuft , kannst du mit der Zeit Rücklagen aufbauen.
Wir wissen jetzt, dass der größte Vorteil einer GmbH in der beschränkten Haftung liegt, die das Privatvermögen der Gesellschafter schützt. Aber das ist nicht der einzige Vorteil .
Dies sind die wichtigsten Vor- und Nachteile einer GmbH:
Hast du dich entschlossen, eine GmbH zu gründen? Herzlichen Glückwunsch!
Bevor du dein Unternehmen in das Handelsregister einträgst, solltest du dir einen Überblick über alle Voraussetzungen für die Gründung einer GmbH verschaffen:
Der Gang zum Notar, die Einzahlung des Eigenkapitals und die vielen auszufüllenden Formulare lassen die Gründung einer GmbH recht kompliziert wirken.
Mit dem richtigen Vorgehen muss es aber nicht kompliziert sein. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du eine GmbH gründest:
Entscheide, wie hoch dein Stammkapital bei der Gründung sein soll. Das Stammkapital muss mindestens 25.000 EUR betragen. Für die Gründung reichen zunächst 12.500 EUR aus, der restliche Betrag kann später eingezahlt werden.. Bei mehreren Gesellschaftern müsst ihr bestimmen, wie die Geschäftsanteile verteilt werden
Formuliere einen Gesellschaftsvertrag und eine Satzung und lasse diese durch die Gesellschafter unterschreiben. Bei maximal drei Gesellschaftern reicht eine vorgefertigte Mustervorlage aus. Lasse den Vertrag notariell beglaubigen.
Bei einer GmbH müssen private und geschäftliche Einnahmen strikt getrennt werden. Deshalb ist die Eröffnung eines Geschäftskontos Pflicht. Hierauf musst du später auch das Stammkapital einzahlen.
Zahle 25.000 EUR des Stammkapitals auf das Geschäftskonto ein. Jeder Gesellschafter trägt seinen Anteil bei und haftet grundsätzlich nur mit diesem Anteil.
. Alternativ kannst du erst einmal nur 12.500 EUR einzahlen und den Rest später später einzahlen..
Ist das Stammkapital auf dem Geschäftskonto hinterlegt, kann die GmbH offiziell gegründet werden. Dafür ist das Notariat zuständig. Dieses veranlasst unter Vorlage eines Zahlungsbelegs die Eintragung in das Handelsregister.
Seit dem 1. August 2021 sind neu gegründete GmbHs außerdem dazu verpflichtet, sich im Transparenzregister einzutragen. Eingetragen werden die GmbH selbst und deren Gesellschafter mit mind. 25 % Anteilen bzw. Stimmrechten.
Anschließend folgt die Gewerbeanmeldung.Fülle die Gewerbeanmeldung (GewA 1) aus und sende die nötigen Unterlagen an dein zuständiges Gewerbeamt. Bei einigen Gewerbeämtern ist die Anmeldung bereits online möglich.
Neben dem Gewerbeamt musst du dich auch beim Finanzamt anmelden. Fülle hierfür den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung aus und reiche ihn beim zuständigen Finanzamt ein. Das ist auch online über ELSTER möglich.
Mit der Gewerbeanmeldung wirst du automatisch Mitglied der IHK. Die IHK wird über deine Gewerbeanmeldung informiert und meldet sich per Post bei dir. Fülle anschließend den Erfassungsbogen der IHK, ein Stammdatenblatt, aus.
Zu guter Letzt musst du Mitglied einer gesetzlichen Unfallversicherung der zuständigen Berufsgenossenschaft sein. Im Gegensatz zu Angestellten sind Geschäftsführer nicht automatisch gesetzlich unfallversichert.
Bei einer GmbH gelten etwas komplexere Buchhaltungspflichten. Eine GmbH ist nämlich bilanzierungspflichtig, also zur doppelten Buchführung verpflichtet, und muss einen Jahresabschluss einreichen.
Eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) reicht hier also nicht mehr aus. Stattdessen werden eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und eine Bilanz fällig.
Anstelle der Einkommensteuer wird bei einer GmbH die Körperschaftsteuer fällig. Diese beträgt 15 % des Jahresgewinns der GmbH.
Weitere Steuern, die bei GmbHs anfallen, sind die Gewerbesteuer, die Umsatzsteuer, der Solidaritätszuschlag und die Kapitalertragsteuer. Um bei den steuerlichen Pflichten nicht den Überblick zu verlieren, ist eine saubere Buchhaltung unerlässlich.
Um bei deiner neuen GmbH nichts anbrennen zu lassen, solltest du von Anfang an für eine ordentliche Buchführung sorgen.
Führst du ein eigenes Geschäft, solltest du dafür schon bei deinem Kassiervorgang ansetzen. Mit einem modernen Kassensystem kassierst du deine Kunden innerhalb weniger Sekunden ab und erledigst die Buchhaltung ganz einfach im Hintergrund.
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Das Stammkapital von 25.000 EUR dient als Haftungssumme bei der Gründung einer GmbH. Dieses wird bei der Gründung auf das frisch eröffnete Geschäftskonto eingezahlt. Dieses Geld darf nach der Gründung im Betrieb verwendet werden, aber nicht einfach an die Gesellschafter ausgezahlt werden.
Der größte Vorteil einer GmbH ist, dass die Gesellschafter nicht mit ihrem Privatvermögen haften, sondern lediglich mit dem Unternehmensvermögen. Gleichzeitig gibt die Rechtsform Unternehmern sehr viel Flexibilität bei der Unternehmensgestaltung und bei Investitionen.
Einige Nachteile der GmbH sind das hohe Eigenkapital von 25.000 EUR, das bei der Gründung fällig wird, der langwierige Gründungsprozess und der hohe Verwaltungsaufwand.
Die GmbH gehört grundsätzlich dem Gesellschafter bzw. den Gesellschaftern. Bei mehreren Gesellschaftern ist die Entscheidungsgewalt am Unternehmen von den Anteilen und den Stimmrechten abhängig. Das Vermögen gehört der GmbH selbst, da sie als juristische Person auftritt.
Eine GmbH ist eine “Gesellschaft mit beschränkter Haftung”. Dabei handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft. Im Gegensatz zu einer Personengesellschaft haften die Gesellschafter hier nur mit dem Unternehmensvermögen und nicht mit ihrem privaten Vermögen. Dafür hinterlegen sie bei der Gründung ein Startkapital von mindestens 25.000 EUR.
Bei der Gründung einer GmbH musst du ein Mindeststammkapital von 25.000 EUR aufbringen, das du auf dein eigenes Geschäftskonto einzahlst und später im Betrieb verwenden kannst. Für notarielle Urkunden, Behördengänge, Kontoeröffnungen usw. solltest du weitere 1.000 EUR bis 2.000 EUR einplanen.
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