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Hey, ich bin Alina von Flatpay. Gerade bei kleinen Geschäften, Cafés oder Restaurants kommt das Thema Kartenzahlung oft früher auf als gedacht. Viele Kund:innen zücken inzwischen automatisch ihre Karte oder ihr Handy – und genau dann stellt sich für viele Unternehmer:innen die Frage: Welche Kosten entstehen eigentlich durch Kartenzahlungen? Zwischen Transaktionsgebühren, Terminals und verschiedenen Anbietern verliert man dabei schnell den Überblick
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Sowohl beim Einkauf im Laden als auch beim Online-Shopping ist die Kartenzahlung mittlerweile Standard. Laut der EHI-Studie “Zahlungssysteme im Einzelhandel 2025” werden bereits 63,5 % des Umsatzes im stationären Einzelhandel per Kartenzahlung erzielt.
Wenn du darüber nachdenkst, auch Kartenzahlungen anzubieten, ist das eine sinnvolle Entscheidung. Aber was würde dich dieser Schritt kosten?
In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der Frage, welche Gebühren bei Kartenzahlungen für Händler anfallen und welches Modell für Kartenzahlung Gebühren am besten für dein Geschäft geeignet ist.
Alle Informationen auf einen Blick:
Viele denken bei Kartenzahlungen zuerst nur an das Kartenlesegerät auf dem Tresen. Dahinter steckt aber deutlich mehr – zum Beispiel die technische Abwicklung der Zahlung und die Verwaltung der Umsätze.
Für die Kartenzahlung müssen Soft- und Hardware bereitgestellt werden, die Zahlungen verarbeitet und Umsätze verwaltet.
Die Kosten, die dabei entstehen, werden als Gebühren für Kartenzahlungen bezeichnet.
Welche Gebühren konkret anfallen, hängt stark von der Lösung ab, für die du dich entscheidest. Typische Kostenpunkte sind einmalige Anschaffungskosten für Soft- und Hardware, fortlaufende Mietkosten, Transaktionsgebühren und Zusatzgebühren.
Zusätzlich spielen oft auch Zeitaufwand und laufende Betriebskosten eine Rolle, wenn Händler die tatsächlichen Kosten von Kartenzahlungen berechnen.
Die Gebühren für Kartenzahlungen werden seitens des Zahlungsdienstleisters erhoben. Der Händler zahlt die Gebühren an den Zahlungsdienstleister, meist im Rahmen einer gebündelten Abrechnung.
Der Zahlungsdienstleister muss einen Teil der Gebühren oft noch an die Bank des Kunden (Interchange Fee) und an Kreditkartenorganisationen (Scheme Fee) wie Visa oder Mastercard weiterleiten. Den verbleibenden Teil behält der Zahlungsdienstleister ein.
Es ist übrigens nicht erlaubt, die Gebühren für Kartenzahlungen auf den Kunden abzuwälzen. Wie die IHK informiert, ist es seit dem 13. Januar 2018 illegal, dem Kunden Gebühren auf gängige Kartenzahlungsmethoden zu erheben.
In §270 BGB heißt es dementsprechend:
“Eine Vereinbarung, durch die der Schuldner verpflichtet wird, ein Entgelt für die Nutzung einer SEPA-Basislastschrift, einer SEPA-Firmenlastschrift, einer SEPA-Überweisung oder einer Zahlungskarte zu entrichten, ist unwirksam.”
Als gängige Zahlungsmethode gelten die klassische EC-Karte sowie Debit- und Kreditkarten von Visa und Mastercard. Eine Ausnahme bilden alternative Zahlungsarten wie American Express und Zahlungen im B2B-Verkehr.
Siehst du in einem Geschäft also einen Hinweis “5 % Gebühr bei Kartenzahlungen” ist das schlichtweg nicht rechtens.
Bei Kartenzahlungen fallen für alle beteiligten Parteien Gebühren an.
Der Zahlungsdienstleister zahlt einen Teil der Gebühren an Banken und Kreditkartenherausgeber, der Händler an den Zahlungsdienstleister und der Kunde teils an seine eigene Bank.
Im Folgenden konzentrieren wir uns auf die Gebühren für Zahlungsdienstleister und Händler.
Der Zahlungsdienstleister hat mit diesen drei Gebühren zu tun:
Diese drei Gebühren rechnet der Zahlungsdienstleister meist gebündelt als Transkationsgebühr vom Händler ab.
Für Händler entstehen dabei meist diese Kosten:
Je nach Zahlungsdienstleister können die Gebühren für Kartenzahlungen entweder anhand eines einheitlichen Prozentsatzes erhoben oder separat für jede Zahlung berechnet werden.
Die Gebühren für Kartenzahlungen fallen je nach Karte unterschiedlich hoch aus:
Die sogenannte Girocard, auch als EC-Karte bekannt, ist die gängigste Zahlungskarte in Deutschland. Dies ist die Bankkarte, die i. d. R. mit einem Girokonto verbunden ist. Laut Statista macht sie bereits 41,5 % aller Kartenzahlungen in Deutschland aus.
Da die Girocard vor allem in Deutschland genutzt wird, ist sie deutlich kostengünstiger als andere Kartenzahlungen. Für EC-Zahlungen fallen im Schnitt Transaktionsgebühren von 0,2 % an. Bezieht man die Gerätekosten und den Zeitaufwand mit ein, steigt diese Zahl auf 0,8 %.
Bei Debit- und Kreditkarten fallen die Gebühren bei der Kartenzahlung deutlich höher aus. Und das, obwohl sie in Deutschland immer beliebter werden. Im Jahr 2024 wurden immerhin 15,2 % aller Kartenzahlungen per internationaler Debit- und Kreditkarte bezahlt.
Betrachtet man die Transaktionsgebühren allein, kommt man bei internationalen Debitkarten auf 0,8 % und bei internationalen Kreditkarten auf 1,1 %. Bezieht man auch hier Geräte- und Arbeitskosten ein, steigen die Kosten für Kartenzahlungen sogar auf 2,1 % bzw. 2,4 %. Das ergab eine Analyse von über 13.000 Transaktionen von Kreditkarte.net.
Von den Anschaffungskosten bis zu den Transaktionsgebühren nutzen Zahlungsdienstleister unterschiedliche Modelle, um ihre Preise zu gestalten.
Aber Achtung: Nicht jedes Gebührenmodell ist auf den ersten Blick so günstig, wie es wirkt.
Betrachten wir anhand von drei Beispielen, wie diese Gebührenmodelle aussehen können:
Im ersten Szenario stellt der Zahlungsdienstleister ein Terminal für dein Geschäft zur Miete zur Verfügung.
Er liefert das Kartenterminal in dein Geschäft, richtet es vor Ort ein und erhebt anschließend eine monatliche Gebühr für die Nutzung der Hardware. Diese bewegt sich oft zwischen 10 und 30 EUR pro Monat.
In manchen Fällen berechnet er zusätzlich eine monatliche Servicegebühr, die Einrichtung, Wartung und Support abdeckt.
Für jede Transaktion, die über das Kartenzahlungsgerät abgewickelt wird, fällt zusätzlich eine feste Gebühr an.
Im zweiten Szenario bietet der Zahlungsdienstleister die Hard- und Software ebenfalls zur Miete an, berechnet die Transaktionsgebühr jedoch individuell.
Bei den Anschaffungskosten ergeben sich für dich keine Unterschiede. Du zahlst eine monatliche Gebühr für jedes Kartenterminal, das du nutzt, und zahlst unter Umständen eine Einrichtungsgebühr und eine Servicegebühr.
Statt einer festen Gebühr pro Zahlung, richten sich die Gebühren nach der verwendeten Zahlungsmethode. Das macht das Gebührenmodell allerdings viel komplexer.
Dieses Gebührenmodell, auch Disagio genannt, kann sinnvoll sein, wenn du überwiegend EC-Zahlungen erhältst. Bei Zahlungen mit Debit- und Kreditkarten können die Kosten schnell in die Höhe schießen.
Im dritten Szenario gibt es das Kartenterminal oder das Kassensystem zu einem einmaligen Anschaffungspreis statt gegen eine monatliche Gebühr.
Bei diesem Modell hast du den Vorteil, nur einmal Geld für Hardware und Software in die Hand nehmen zu müssen. Wählst du eine hochwertige Lösung, die regelmäßig aktualisiert wird, lohnt sich das deutlich mehr als ein unbefristetes Abo-Modell.
Für jede einzelne Transaktion erhebt der Zahlungsdienstleister außerdem einen festen Prozentsatz, der unabhängig von der verwendeten Zahlungsmethode auf jede Zahlung angewandt wird. Dieser liegt in der Regel zwischen dem Durchschnittssatz für EC-Zahlungen und Kreditkarten.
Viele Händler schätzen an diesem Modell vor allem die bessere Planbarkeit. Deine Gebühren bleiben langfristig übersichtlich. Die Hard- und Software werden einmalig bezahlt und die Gebühren berechnen sich an einem einheitlichen Satz. So sinkt der Verwaltungsaufwand deutlich.
Je nach Situation kann jedes der eben beschriebenen Gebührenmodelle sinnvoll sein.
Möchtest du keine hohen Anfangsinvestitionen tätigen, ist ein Mietmodell am günstigsten. Suchst du nach einer langfristigen Lösung, ist eine einmalige Anschaffung sinnvoller.
Finde mithilfe dieser Faktoren heraus, welches Gebührenmodell zu deinem Geschäft passt:
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Mit unserem Kartenterminal weißt du immer ganz genau, wie hoch deine Gebühren für Kartenzahlungen sind. Wir verzichten auf kompliziertes Gebührenmodell und berechnen dir stattdessen pauschal 1,29 % – auf jede Transaktion.
Dazu akzeptieren unsere Terminals alle gängigen Zahlungsmittel, auch kontaktlos. Ob Visa oder Mastercard, Apple Pay, Google Pay oder Smartwatch, mit unseren Terminals dauert das Bezahlen nur wenige Sekunden. So hältst du die Wartezeiten kurz und die Kunden glücklich.
Und noch wichtiger:. Vom ersten Kontakt bis zum laufenden Betrieb lassen wir dich nicht allein. Unser Team berät dich individuell zu unseren Lösungen, erklärt dir alle Gebühren und besucht dich persönlich vor Ort, um dein neues Terminal zu installieren.
Die Gebühren für Kartenzahlungen variieren je nach Anbieter, zwischen Girocards und internationalen Debit- und Kreditkarten.
Bei EC-Zahlungen können die Transaktionsgebühren 0,2 % betragen, bei internationalen Debitkarten 0,8 % und bei internationalen Kreditkarten 1,1 %.
Nein, Kartenzahlung muss nicht teurer sein als Bargeld. Denn bei Bargeldzahlungen fallen ebenfalls Kosten durch Hardware, Verwaltung und Zeitaufwand an. Welche Zahlungsart am günstigsten ist, hängt am Ende stark vom jeweiligen Gebührenmodell und dem Anteil unterschiedlicher Kartenarten ab.
Bei der EC-Kartenzahlung trägt der Händler die Gebühren. Diese Gebühren dürfen Händler seit 2018 nicht mehr auf Kunden abwälzen. Der Händler führt die Transaktionsgebühren an den Zahlungsdienstleister ab.
Der Zahlungsdienstleister wiederum muss einen Teil der Gebühren an die Bank des Karteninhabers und an die Kreditkartenorganisationen abführen.
In Deutschland ist die EC-Zahlung mit der Girocard am günstigsten. Das liegt daran, dass die Girocard mit der deutschen Bankeninfrastruktur verbunden ist und etwa keine Scheme Fees an große Kreditkartenorganisationen abführen müssen.
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