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Ist eine TSE-Kasse Pflicht? Was Du wissen musst

Alicia
·
July 23, 2026
Zusammenfassen:

Hi, ich bin Alina von Flatpay. Hast du bereits eine TSE-Kasse? Nein? Dann ist es jetzt höchste Zeit. Denn seit dem 01. Januar 2023 ist für alle, die ein elektronisches Kassensystem nutzen, eine TSE-Kasse Pflicht. 

Heute erkläre ich dir, was du über die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) wissen musst, was sich bei der TSE-Pflicht 2026 ändert und wie du deine Kasse für die Zukunft rüstest.

Alle Informationen auf einen Blick: 

  • Ist eine TSE-Kasse Pflicht? – Ja, in Deutschland gibt es seit dem 01. Januar 2020 eine TSE-Kassenpflicht. Vorerst galten aber Übergangsregelungen. 
  • Ab wann gilt die TSE-Pflicht? – Für elektronische Kassen gilt sie seit dem 01. Januar 2023, für Taxameter und Wegstreckenzähler seit dem 01. Januar 2026. 
  • Muss das TSE-Modul zertifiziert sein? – Ja, dein TSE-Modul muss nach BSI TR-03153-1 zertifiziert sein. Diese Zertifizierung ist höchstens acht Jahre gültig. 
  • Wo melde ich meine TSE-Kasse? – Nach der Anschaffung musst du deine TSE-Kasse beim Finanzamt melden. Flatpay hilft dir dabei. 

Was ist eine Technische Sicherheitseinrichtung (TSE)?

Beginnen wir mit den Grundlagen: Was ist eigentlich diese TSE, von der alle reden? Die Abkürzung TSE steht für “Technische Sicherheitseinrichtung” und bezeichnet ein Sicherheitsmodul für elektronische Kassensysteme. Eine TSE schützt die Kassendaten vor Manipulationen und sorgt dafür, dass sie für das Finanzamt nachvollziehbar bleiben.

Eine TSE (“Technische Sicherheitseinrichtung") ist also ein Sicherheitsmodul für Kassensysteme. 
Eine technische Sicherheitseinrichtung kann entweder physisch über eine Art USB-Stick oder SD-Karte mit dem Kassensystem verbunden werden oder aber digital als sogenannte Cloud-TSE installiert werden. In Deutschland ist eine TSE mittlerweile Pflicht. 

Wie funktioniert eine TSE? 

Diese technische Sicherheitseinrichtung (TSE) soll, wie der Name bereits vermuten lässt, für mehr Sicherheit sorgen, und zwar in erster Linie für das Finanzamt. Denn: Ein TSE-Modul ist vor allem dafür zuständig, die Manipulation von Kassendaten zu verhindern. Die TSE stellt sicher, dass Kassendaten manipulationssicher und nachvollziehbar gespeichert werden.

Das TSE-Modul versieht jede Transaktion mit einer eindeutigen Nummer, einem Zeitstempel und einer elektronischen Signatur. So können Kassendaten bei einer Kassennachschau nachvollzogen und über die digitale Schnittstelle (DSFinV-K) exportiert werden.

Ist eine TSE-Kasse Pflicht? Das gilt 2026

Ja, in Deutschland ist die Nutzung einer TSE-Kasse Pflicht – unter der Bedingung, dass du bereits ein elektronisches Kassensystem nutzt. Benutzt du noch eine analoge Kasse, musst du erstmal auch keine TSE anschaffen. 

Die TSE-Kassenpflicht ergibt sich aus der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) sowie dem Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen.

Das KassenSichV setzte die TSE-Pflicht ab dem 01. Januar 2020 um – und brachte auch die Belegausgabepflicht auf den Weg. Da es jedoch nicht ohne Weiteres möglich war, elektronische Kassensysteme mit TSE-Modulen auszustatten, griffen Übergangsregelungen.

Seit dem 01. Januar 2026 gilt die TSE-Pflicht nicht nur für elektronische Kassensysteme, sondern auch für Taxameter und Wegstreckenzähler. Diese waren zuvor noch von der TSE-Pflicht verschont geblieben.  

Diese Fristen für die TSE-Pflicht musst Du kennen 

Ich habe es bereits erwähnt: Die Umstellung auf TSE-Kassen geschah nicht über Nacht. Im Gegenteil. Für die Nachrüstung von TSE-Modulen galten großzügige Übergangsregelungen. 

Diese Fristen und Übergangsregelungen zur TSE-Pflicht musst du kennen: 

  • Fristen: Die TSE-Pflicht für elektronische Kassensysteme gilt zwar schon seit dem 01. Januar 2020, wird aber erst seit dem 31. März 2021 durchgesetzt. Für Taxameter und Wegstreckenzähler gilt die TSE-Pflicht seit dem 01. Januar 2026.
  • Übergangsregelungen: Das Finanzministerium gewährte Übergangsregelungen, um Engpässe zertifizierte TSE-Module zu überbrücken und Unternehmen Flexibilität bei der Nachrüstung zu gewähren. Ältere elektronische Kassen mussten bis zum 31. Dezember 2022 ausgetauscht werden. 

Unterm Strich bedeutet das: Seit dem 01. Januar 2026 gilt die TSE-Pflicht auch für Taxameter und Wegstreckenzähler. Elektronische Kassensysteme müssen bereits seit Längerem mit einer zertifizierten TSE ausgestattet sein.

Achtung, Änderungen in Sicht. Es bahnt sich eine Registrierkassenpflicht ab dem 01. Januar 2027 an. Das würde dich zur Nutzung einer elektronischen Registrierkasse mit TSE verpflichten, wenn du über 100.000 EUR Jahresumsatz erzielst und noch eine nicht-elektronische Kasse nutzt.  

Achtung: Deine TSE muss zertifiziert sein 

Bei der Anschaffung einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) reicht es nicht aus, einfach irgendein TSE-Modul im Internet zu bestellen. Denn: Dein TSE-Modul muss nach der Technischen Richtlinie BSI TR-03153-1 zertifiziert sein. 

Achte bei der Auswahl des TSE-Anbieters deshalb unbedingt darauf, ob er eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung anbietet. Das kannst du auch unabhängig auf der BSI-Website “Zertifizierung nach Technischen Richtlinien” überprüfen. 

Und: Verliere die Gültigkeit deines TSE-Moduls nicht aus den Augen. Ein TSE-Zertifikat ist je nach Zertifizierung bis zu acht Jahre gültig. Danach muss das TSE-Modul ausgetauscht werden – nicht die gesamte Kasse.

Kassenmeldung nicht vergessen: Das musst Du tun

Hast du dein elektronisches Kassensystem mit einem TSE-Modul ausgestattet, ein altes TSE-Modul ausgetauscht oder eine völlig neue TSE-Kasse angeschafft? Herzlichen Glückwunsch. Damit hast du die TSE-Pflicht erfüllt. Das war aber noch nicht alles. 

Seit dem 01. Januar 2025 sind nämlich alle deutschen Unternehmen dazu verpflichtet, ihr elektronisches Kassensystem mit TSE an das Finanzamt zu melden. Bestehende Systeme musstest du bis zum 31. Juli 2025 nachmelden, neue Systeme je innerhalb eines Monats nach Anschaffung.

Bei der Kassenanmeldung über das ELSTER-Portal musst du unter anderem Angaben zu deinem Kassensystem und der TSE machen. Die Mitteilungspflicht greift nicht nur bei Erstanschaffungen, sondern auch beim Austausch eines TSE-Moduls sowie bei der Außerbetriebnahme eines alten Moduls. 

Lokale TSE vs. Cloud-TSE: Die beiden TSE-Arten verglichen 

Bei der Auswahl deiner technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) kannst du dich im Grunde zwischen zwei Konzepten entscheiden: einer lokalen TSE und einer Cloud-TSE. 

Spare dir technische Details und vergleiche die beiden TSE-Arten in dieser Tabelle:

Lokale TSE Cloud-TSE
Hardware USB-Stick / SD-Karte Keine Hardware
Funktionsweise per Anschluss an Kasse via Internet
Speicherung Hardware / Kassensystem Cloud des Anbieters
Offline-Fähigkeit ja teilweise (mit Offline-Puffer)
Gültigkeitsdauer bis zu 8 Jahre vom Anbieter verwaltet
Kosten einmalige Anschaffungskosten im Flatpay POS enthalten

Wie viel kostet eine Technische Sicherheitseinrichtung (TSE)?

Wenn du dich für eine lokale TSE entscheidest, musst du die Hardware, also den spezialisierten USB-Stick und/oder die SD-Karte besorgen. Bei einer Cloud-TSE fällt die Hardware weg. Dafür kostet der beanspruchte Cloud-Speicher in der Regel etwas. 

Für eine lokale TSE fallen in der Regel einmalige Anschaffungskosten an. Anschließend bist du von externen Anbietern und dem Internet unabhängig. Dein lokales TSE-Modul muss spätestens nach Ablauf der Zertifizierung ausgetauscht werden.

Bei einer Cloud-Lösung können monatliche Abo-Kosten anfallen; das TSE-Modul muss dafür nicht erneuert werden. Die Kosten für eine Cloud-TSE hängen vom jeweiligen Anbieter ab, fallen aber häufig gering aus, da einige Anbieter sie bereits in der Anschaffungsgebühr der Kasse oder im laufenden Tarif enthalten.

Rechtssichere Cloud-TSE mit Flatpay

Der Einsatz von TSE-Modulen ist ein wertvolles Werkzeug für das Finanzamt, um Steuerbetrug zu bekämpfen und in anderen EU-Ländern tatsächlich schon lange gängig. Der Umstieg sollte für dich allerdings nicht zur technischen Odyssee ausarten. 

Bei Flatpay setzen wir deshalb auf Kassenlösungen, die die gesetzlichen Anforderungen im Hintergrund erfüllen, während du dich um das Wesentliche kümmerst. Schmeiße deinen Betrieb mit dem guten Gewissen, dass unser Kassensystem 100% TSE-konform ist. 

Unser Kassensystem verfügt über eine zertifizierte Cloud-TSE des Anbieters Fiskaly und erfüllt darüber hinaus auch die Anforderungen von GoBD und DSGVO sowie die Bonpflicht. Bei der Kassenanmeldung unterstützen wir dich ebenfalls. 

Generiere einfach eine XML-Datei mit allen Informationen für die Kassenmeldung und lade dieses anschließend im ELSTER-Portal hoch. Nichts einfacher als das! 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bin ich verpflichtet, eine elektronische Kasse zu führen?

Nein, grundsätzlich bist du nicht verpflichtet, eine elektronische Kasse zu führen. Ganz im Gegenteil. Du kannst aktuell frei wählen, welche Kasse du nutzen möchtest. Beachte allerdings, dass die Anforderungen an die Buchhaltung bei offenen Ladenkassen deutlich strenger sind und manuell erfüllt werden müssen.  

Wann muss ich eine TSE-Kasse haben?

In Deutschland gilt die TSE-Pflicht für alle elektronischen Kassensysteme. Analoge Lösungen wie die offene Ladenkasse stellen eine Ausnahme dar. Die TSE-Pflicht für elektronische Kassen gilt seit dem 01. Januar 2023 uneingeschränkt.

 

Was passiert, wenn man keine TSE hat?

Die TSE-Pflicht gilt für elektronische Kassensysteme bereits seit Längerem. Seit dem 01. Januar 2026 gilt sie außerdem auch für Taxameter und Wegstreckenzähler. Hast du es versäumt, rechtzeitig ein zertifiziertes TSE-Modul nachzurüsten, musst du mit einer Geldstrafe von bis zu 25.000 EUR, einer Kassennachschau und einer Betriebsprüfung rechnen. 

Welche Änderungen gibt es bei der Registrierkassenpflicht ab 2027?

Bislang wurde in Deutschland noch keine Registrierkassenpflicht eingeführt, auch wenn sie bereits heiß diskutiert wurde. Allerdings wird die Registrierkassenpflicht aktuellen Informationen zufolge ab dem 01. Januar 2027 für Betriebe mit mehr als 100.000 EUR Umsatz in Kraft treten. 

Wer ist von der Registrierkassenpflicht befreit?

Noch sind alle deutschen Unternehmen von der Registrierkassenpflicht befreit – es gilt nämlich noch kein derartiges Gesetz. Während in Österreich bereits eine Registrierkassenpflicht gilt, ist sie hierzulande lediglich im Gespräch. Aktuell kannst du also noch selbst entscheiden, welche Kasse du verwenden möchtest. 

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